Beruf

Eigentlich bin ich seit 1993 ETA (Elektrotechnischer Assistent). Selbstständig und – meist nur kurzzeitig – als Angestellter durchlief ich fast alle, weiter unten im Abschnitt Der ETA beschriebenen Tätigkeitsfelder. Rund zehn Jahre lang arbeitete ich überwiegend in der Elektronik-Entwicklung mit dem Schwerpunkt Unterhaltungs-Elektronik.

 

Ab 2011 zog ich mich jedoch aus diesem Bereich zurück; die selbstständige Elektronik-Entwicklung ist für mich heute Geschichte!

 

Während meiner Arbeit als Entwickler war ein Haupt-Schwerpunkt die technische Dokumentation. Durch sie fand ich den Zugang zur Mediengestaltung. Nach der Geschäftsaufgabe nutzte ich die Zeit, mich in dieses Gebiet tiefer einzuarbeiten.

 

An erster Stelle standen dabei Fotografie und digitale Bildbearbeitung. Neben dem rein Künstlerischen interessierten mich daneben auch die journalistisch-dokumentarischen Aspekte – Mitte der 1980er Jahre wollte ich ja schon einmal (Presse-) Fotograf werden.

 

Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre musste ich immer wieder Webseiten erstellen. Anfangs ging es dabei – berufsnah – um die eher technische Erstellung. Später verlagerte sich die Tätigkeit in die Bereiche Gestaltung und Content-Erstellung. Heute überlasse ich Programmierung und Technik vollständig Dienstleistern und konzenztriere mich ausschließlich auf die Konzeption von Design und Layout. Daneben erstelle ich auch Inhalte: Texte, Bilder und gelegentlich kleinere Videoclips.

 

Im Verlauf des Jahres 2017 werde ich beginnen, meine künstlerischen Neigungen auch in kommerzieller Hinsicht umzusetzen und als freier Mediendesigner mit den gerade genannten Schwerpunkten aufzutreten.

 

Der ETA

ETA ist eine Berufsbezeichnung und steht für Elektrotechnischer Assistent – selbstverständlich auch für Elektrotechnische Assistentin.

 

Viele Menschen können sich nicht viel unter dieser Berufsbezeichnung vorstellen, deswegen hier einige Erläuterungen dazu.

 

Die Ausbildung zum/zur ETA ist, wie bei den meisten technischen Assistenten-Berufen, landesrechtlich geregelt und erfolgt in der Regel an Berufsfachschulen. Sie dauert in Vollzeit zwei Jahre, kann sich durch Zusatzqualifikationen aber auf drei bis vier Jahre ausdehnen. Die Ausbildung wird in der jüngeren Vergangenheit verstärkt mit Schwerpunkten angeboten, wie z. B. Daten-, Energie- oder Medizingerätetechnik.

 

Voraussetzung für die Ausbildung ist die Mittlere Reife, manche Schulen verlangen wegen der recht hohen Anforderungen auch die Hochschulreife. Verschiedene Schulen setzen, insbesondere bei einer zu hohen Anzahl der Bewerber, Auswahlverfahren ein. Dabei werden neben der Teilnahme an technischen und naturwissenschaftlichen Wahlpflichtfächern auch (fremd-) sprachliche Fähigkeiten sowie Arbeits- und Sozialkompetenzen bewertet. In einem Aufnahmetest kann zusätzlich Wissen in den ausbildungsrelevanten  Fächern  (Mathematik, Physik, Sprache...) geprüft werden.

 

Im Gegensatz zum reinen (Fachhochschul-) Studium der E-Technik erfolgt die Assistentenausbildung sehr praxisbezogen: Theoretischer Unterricht und Praxisübungen erfolgen an einer guten Schule zeitlich ausgewogen. Die Ausbildungsinhalte sind sehr breit angelegt, ETAs könnte man auch als Vollbereichselektroniker bezeichnen. Der Nachteil: In der heutigen Zeit ist oft höchste Spezialisierung gefordert – die Gleichzeitigkeit von Breite und Spezialisierung ist in der kurzen Ausbildungszeit von zwei Jahren natürlich unmöglich. Aber immerhin schafft die große Spannweite des Fachwissens gute Voraussetzungen dafür, zunächst in den verschiedensten Fachbereichen (oder den Schnittstellen zwischen verschiedenen Bereichen) zu arbeiten, und sich später in weitere Fachgebiete  zu vertiefen, beispielsweise (Microcontroller-) Programmierung, Leiterplattenlayout oder die technische Redaktion.

 

Meinen eigenen Abschluss erwarb ich an derTechnikerschule Hannover  (heute: Berufsbildende Schule Metalltechnik-Elektrotechnik der Region Hannover, oder kurz: bbs|me).

 

Tätigkeiten elektrotechnischer Assistenten finden sich u. a. in der Daten-, Informations-, Kommunikations-, Nachrichten, Medizin- und Energietechnik:

  • Konstruktion elektronischer Schaltungen und Leiterplatten
  • Aufbau von Versuchsanordnungen und Auswertung von Messergebnissen
  • Auftragsabwicklung
  • Technische Arbeitsvorbereitung
  • Service, Wartung und Qualitätssicherung
  • Aufbau, Bedienung, Wartung  und Dokumentation datenverarbeitender Geräte
  • Einrichtung, Pflege und Dokumentation von Computernetzwerken
  • Installation und Konfiguration von Anwendersoftware
  • Dokumentation elektrischer Schaltungen und Anlagen
  • Softwaredokumentation
  • Fachjournalismus

Der Einsatz von ETAs erfolgt:

  • an Hochschulen
  • in Planungs- und Ing.-Büros
  • in Unternehmen der Elektronikindustrie
  • in Fahrzeug- u. Maschinenbauunternehmen mit Fachabteilungen für Elektronik
  • im Handel

So arbeitet der ETA hauptsächlich an der Seite von Ingenieuren in der Entwicklung, aber auch in Arbeitsvorbereitung und Produktion, Test- und Prüffeld, Service und  technischer Dokumentation. Gute Kenntnisse in den Bereichen Bauteile und Geräte lassen auch den Einsatz in ansonsten kaufmännisch geprägten Tätigkeitsfeldern zu, wie Einkauf oder Vertrieb.

 

Eine weitere Option ist der Schritt in die Selbstständigkeit, um als sogenannter Freelancer (neudeutsch für Freiberufler) projektbezogen für die verschiedensten Auftraggeber zu arbeiten. Dieser Bereich gewann in der jüngeren Vergangenheit zunehmend an Bedeutung. Ein Einstieg will aber wohl überlegt sein: Neben hervorragender fachlicher Qualifikation müssen einige persönliche Eigenschaften noch stärker ausgeprägt sein als für eine Festanstellung. Ich nenne nur Zielorientiertheit, Disziplin und Durchhaltevermögen, Organisationstalent und – ganz wichtig! – kaufmännische Fähigkeiten. Und – so man in einer Partnerschaft lebt  – ein Partner/eine Partnerin, der/die voll dahintersteht. Diese Kriterien gelten jedoch nicht nur für ETAs, sondern generell für den Eintritt in die Selbstständigkeit. Zur Vertiefung in diese Thematik verweise ich aber auf die vielfach vorhandenen Quellen in der Literatur und im Internet.